Was ist aktuell beim NABU Weil der Stadt?

Alle Veranstaltungen bis zum 30.4. sind abgesagt!

Volksbegehren Artenschutz abgewendet

 

Das Volksbegehren Artenschutz von ProBiene wird nicht weiter aktiv beworden.

Die Landesregierung hat am 14.10.19 ein Eckpunktepapier vorgestellt, das ausformuliert wurde und am 18.12.19 vom Trägerkreis und allen beteiligten Verbänden, auch dem Landesbauernverband, angenommen wurde.

 

Es wurden in manchen Punkten Kompromisse geschlossen, andere, weitere wichtige Punkte kamen dazu, so dass das Eckpunktepapier teils sogar weitrechender ist, als es das Volksbegehren war. Auf der Seite des NABU Landesverbandes gibt es eine Zusammenfassung und den Link zum Gesetzestext.

Dazu die Erklärung unseres Landesvorsitzenden Johannes Enssle.

 

Großer Andrang beim Filmabend                              "Das Wunder von Mals"

Die NABU-Gruppen aus Leonberg, Weil der Stadt und Renningen-Malmsheim zeigten am 31.01. den Film in der „Kulisse“ in Weil der Stadt, einem kleinen Kinosaal mit Bewirtung im Industriegebiet (Daimlerstr. 4). Es wurde ein voller Erfolg, bereits eine Viertelstunde vor Beginn war der Kinosaal bis auf den letzten Platz besetzt. Kurz vor dem Beginn Kommende gingen wieder, weil nur noch Stehplätze zur Verfügung standen.

 

Der Eintritt war frei, aber es wurde von den rund 100 Anwesenden fleißig gespendet. Vielen Dank dafür!!!

 

Nach der Begrüßung durch Inge Bücker vom NABU Renningen und Sabine Holmgeirsson vom NABU Weil der Stadt folgte der Film von Alexander Schiebel. Es geht um das kleine Dorf Mals in Südtirol im Oberen Vinschgau, das droht von Apfelplantagen umzingelt zu werden. 76 % der Einwohner/innen (das sind 2.377 Stimmen) haben bei einer Volksabstimmung entschieden, dass auf Gemeindegebiet das Ausbringen von Pestiziden verboten wird. Es wurde Erschreckendes geschildert, z.B. die Abdrift der wöchentlichen Ausbringung der Pestizide, oder die Anzahl der festgestellten Wirkstoffe auf Spielplätzen.

 

Doch abgeschlossen ist das Verfahren damit nicht, es laufen noch immer Prozesse und Untersuchungen.

 

Johannes Enssle folgte unserer Einladung und beehrte uns mit seinem Besuch und einem Bericht über das Eckpunktepapier zum Schutz der Insekten in Baden-Württemberg. Eine kurze Diskussion und eine kleine gemütliche Runde beschlossen den Abend.

 

Den Wiederholungstermin am 3.4. müssen wir leider absagen!!

Der Termin wird im Herbst nachgeholt!

 

Wir NABU-Gruppen haben beschlossen, dass wir den Spendenüberschuss nicht für unsere Gruppen verwenden, sondern nach Abzug unserer Unkosten spenden.

 

Zum einen an den „Malser Weg“ (der-malser-weg.com), der Vereinigung, die die Volksabstimmung initiiert hat. Denn die, vom Gemeinderat Mals 2015 erlassene „Verordnung über die Ausbringung von Pestiziden im Gemeindegebiet“, ist am 9.10.19 für unzulässig erklärt worden. Die Gemeinde Mals und der „Malser Weg“ gehen nun in die nächste Instanz in Rom.

 

Zum anderen an den Filmautor Alexander Schiebl (alexanderschiebl.com), der durch den Film zunächst berufliche Nachteile hinzunehmen hatte und der nun ebenfalls angeklagt wurde. Angeblich fühlen sich über 1600 Landwirte durch seine Aussage: „jene Personen, die Glyphosat ausbringen, lösen vermeidbare Todesfälle aus“, verletzt.

 

Beide Prozesse werden recht kostspielig und deshalb wird um Unterstützung geworben, auch für die weitere Auswertung der Spielplatzstudie.

 

 

Der Vogel des Jahres: die Turteltaube

 

Foto: NABU Gerhard Kettenring

 

Die Turteltaube ist der erste vom NABU gekürte Vogel, der als global gefährdete Art auf der weltweiten Roten Liste steht. Heute brüten bei uns nur noch 12.500 bis 22.000 Paare. Die meisten der höchstens 5,9 Millionen Paare Europas leben in Spanien, Frankreich, Italien und Rumänien. Turteltauben sind die einzigen Langstreckenzieher unter den Taubenarten Mitteleuropas. Sie verlassen zwischen Ende Juli und Anfang Oktober Europa, um südlich der Sahara zu überwintern.

 

Die etwa amselgroßen Vögel mit ihrem farbenfrohen Gefieder ernähren sich fast ausschließlich vegan. Sie bevorzugen Wildkräuter- und Baumsamen, aber auch Samen von Klee, Vogelwicke, Erdrauch und Leimkraut. Diese Pflanzen wollen Landwirte nicht auf ihren Feldern haben. Darum hat sich die Taube seit den 60er Jahren angepasst und ihre Nahrung umgestellt. Der Anteil von Sämereien aus landwirtschaftlichen Kulturen macht nun in weiten Teilen ihres Verbreitungsgebiets mehr als die Hälfte der Nahrung aus statt wie früher nur 20 Prozent. Im Gegensatz zu Wildkrautsamen stehen diese aber nur für kurze Zeit bis zur Ernte zur Verfügung und fehlen während der kritischen Phase der Jungenaufzucht.

 

Die Intensivierung der Landwirtschaft verschlechtert die Lebensbedingungen der Turteltauben enorm – ein Schicksal, das sie mit vielen anderen Jahresvögeln teilt. Die Ausweitung von Anbauflächen geht mit einem Verlust von Brachen, Ackersäumen, Feldgehölzen und Kleingewässern einher. Damit verschwinden Nistplätze sowie Nahrungs- und Trinkstellen. Viele Äcker werden außerdem mit Herbiziden von „Unkraut“ befreit. Doch von genau diesen Ackerwildkräutern ernährt sich die Turteltaube. Außerdem ist chemisch behandeltes Saatgut vergiftete Nahrung für die Tauben. Der NABU kämpft seit Jahren für eine EU-Förderung der Landwirtschaft, die Natur erhält statt sie zu schädigen.

 

Die Turteltaube steht für Glück, Liebe und Frieden. Doch sie ist auch stark bedroht: Seit 1980 sind fast 90 Prozent ihrer Bestände in Deutschland verloren gegangen. Was der kleinen Taube fehlt, sind geeignete Lebensräume wie strukturreiche Wald- und Feldränder. Doch auch durch die illegale und legale Jagd ist sie gefährdet.

 

 

Obwohl die Turteltaube stark gefährdet ist, ist die Jagd in zehn EU-Staaten erlaubt. Jährlich sterben deswegen über 1,4 Millionen Tiere. Das muss sich dringend ändern und wir haben eine Petition gestartet. Helfen Sie uns, unterzeichnen Sie die Petition zum Jagdstopp für Turteltauben und verbreiten Sie die Nachricht.

 

 

Veranstaltungen

Unsere Treffen, Aktionen, Führungen finden Sie unter Termine.

 

Welche Ereignisse gab es kürzlich?

 Hier finden Sie die Antworten und vielleicht haben Sie dann auch Lust, für den Naturschutz aktiv zu werden und beim nächsten Mal bei uns mitzumachen und dabei zu sein.

 

Insektensommer: Zählen was zählt

 

Am 1.6. begaben sich Interessierte der beiden NABU-Gruppen Renningen und Weil der Stadt auf den "Berg" bei Malmsheim. Beim `Berg` handelt es sich um die Verfüllung des ehem. Steinbruchs am Mühlberg.

 

Sabine Holmgeirsson, Fachberaterin für Wildbienen beim NABU, führte die Gruppe über zwei Stunden lang im Rahmen der NABU-Aktion Insektensommer für eine Insektenzählung.

 

Dabei erwähnte sie, dass dieses Frühjahr Futter für Insekten rar ist, da durch die Kälte im Mai das Aufblühen der Wiesenblumen verzögert wurde, aber die erste Wiesenmahd teils schon erfolgte. Die Hitze trug auch dazu bei, dass nicht so viele Insekten beobachtet und gezählt wurden wie erwartet.

 

Aber Langhornmotte, Trauerrosenkäfer, Schenkelkäfer , Bläulinge, Trauerschweber und Wespenbiene, Soldatenkäfer, gelbbindige Furchenbiene, Feldgrille und ein Schwalbenschwanz wurden gesichtet und in die Zählhilfe eingetragen. Online wurden die Ergebnisse dem NABU gemeldet.

 Dazu zählte z.B. die Langhornmotte, deren Männchen besonders lange Fühler besitzen und die ausschließlich auf Acker-Witwenblumen leben. Aber auch Trauerrosenkäfer, Schenkelkäfer (die Männchen haben `Kugeln` an den Hinterbeinen), Bläulinge, Trauerschweber, Wespenbiene (sie ist ein Parasit), Felsenkuckuckshummel, Wiesenschnake und eine Steinhummel wurde gesichtet. Höhepunkt war die Beobachtung eines Schwalbenschwanzes.

Mithilfe einer App des NABUs mit Namen `Insektenwelt`kann man per Fotoerkennung die bunte Vielfalt der Sechsbeiner kennenlernen und auch bestimmen.

Mehr Infos unter: www.insektensommer.de

 

Wir brauchen Ihre Unterstützung!

Wie jeder Verein, lebt auch die Ortsgruppe des NABU nur durch die Mithilfe vieler Aktiver. Je mehr Interessierte mitmachen, desto weniger Zeiteinsatz für den Einzelnen!

Setzen Sie Ihre besonderen Fähigkeiten ein!

Entdecken Sie neue Interessen!

 

Es gibt bei uns viele Aufgaben, auch im Hintergrund, ohne die unsere Ziele nicht zu erreichen wären. Deshalb brauchen wir SIE!

Wo? Das ist auf der Seite "Wo kann man mitmachen"  genauer beschrieben.

Um bei einem unserer Projekte mitzumachen, brauchen Sie keine besonderen Fachkenntnisse, nur Spaß am Engagement und das Ziel, sich aktiv für den Naturschutz einzusetzen und seinen Horizont zu erweitern. Anleitung und Einarbeitung sind selbstverständlich.