Was ist aktuell beim NABU Weil der Stadt?

Achtung: Stunde der Wintervögel - Zählung

Zur Stunde der Wintervögel findet eine Beobachtung/Zählung statt!

Wir treffen uns am Sonntag, d. 12.1.20  um 10 Uhr auf der Bienenwiese am Ende der Lessingstr.  Bitte Ferngläser mitbringen. Bei Regen fällt die Veranstaltung aus.

Anfragen bei S. Holmgeirsson

 

Volksbegehren Artenschutz abgewendet

 

Das Volksbegehren Artenschutz von ProBiene wird nicht weiter aktiv beworden.

Die Landesregierung hat am 14.10.19 ein Eckpunktepapier vorgestellt, das ausformuliert wurde und am 18.12.19 vom Trägerkreis und allen beteiligten Verbänden, auch dem Landesbauernverband, angenommen wurde.

 

Es wurden in manchen Punkten Kompromisse geschlossen, andere, weitere wichtige Punkte kamen dazu, so dass das Eckpunktepapier teils sogar weitrechender ist, als es das Volksbegehren war. Auf der Seite des NABU Landesverbandes gibt es eine Zusammenfassung und den Link zum Gesetzestext.

Dazu die Erklärung unseres Landesvorsitzenden Johannes Enssle.

 

Herzliche Einladung zum Filmabend                      "Das Wunder von Mals"

Passend zum Thema Artenschutz, Biodiversität, Volksbegehren und Eckpunktepapier zeigen wir

zusammen mit den NABU - Gruppen Leonberg und Renningen-Malmsheim

am Freitag, den 31.Januar 2020 um 19 Uhr in der Kulisse in Weil der Stadt, Daimlerstr. 4

den Film von Alexander Schiebl, mit Möglichkeit zur anschließenden Diskussion.

Wir freuen uns, dazu auch den NABU-Landesvorsitzenden, Johannes Enssle, begrüßen zu dürfen.

 

Der Eintritt ist frei.

Über Spenden würden wir uns freuen!

 

 

Das Wunder von Mals

 

 

Wir befinden uns im Jahre 2018 n.Chr. Ganz Südtirol wird von Monokulturen überrollt und in Pestizidwolken gehüllt ... Ganz Südtirol? Nein! Ein von unbeugsamen Vinschgern bevölkertes Dorf hört nicht auf, den Eindringlingen Widerstand zu leisten. Mit einem Feuerwerk der Ideen kämpfen die Dorfbewohner gegen eine Übermacht aus Bauernbund, Landesregierung und Pharmaindustrie. Das Ziel: Mals im Obervinschgau soll die erste pestizidfreie Gemeinde Europas werden. 
Unglaubliche 76 % der Bevölkerung entscheiden sich schließlich bei einer Volksabstimmung in Mals für ein Pestizidverbot auf dem Gemeindegebiet. … und das Leben in Südtirol ist nicht leicht für Bauernbund, Landesregierung und Pharmaindustrie, die weiterhin und mit wachsender Verzweiflung versuchen das kleine Dorf endlich zur Aufgabe zu zwingen.  (realfiction)

 

 

 

Dokumentation über das Dorf Mals im Obervinschgau in Südtirol, dessen Bewohner im entschiedenen Kampf gegen die landwirtschaftliche Apfel-Monokultur in der Gegend und den Einsatz von Pestiziden ein Referendum über die zukünftige Bewirtschaftung der Gemeindefläche herbeiführten. Bei ihrem Protest gingen sie engagiert und immer wieder auch erfindungsreich zu Werke. Gegen die Übermacht aus Bauernbund, Landesregierung und Pharmaindustrie gelang es den Einwohnern des kleinen Ortes 2016 schließlich nach jahrelangem Einsatz, strikte Abstandsregeln durchzusetzen, die die Anwendung von Pestiziden in Dorfnähe verhindern. (filmstarts)

 

 

 

Der Vogel des Jahres: die Turteltaube

 

Foto: NABU Gerhard Kettenring

 

Die Turteltaube ist der erste vom NABU gekürte Vogel, der als global gefährdete Art auf der weltweiten Roten Liste steht. Heute brüten bei uns nur noch 12.500 bis 22.000 Paare. Die meisten der höchstens 5,9 Millionen Paare Europas leben in Spanien, Frankreich, Italien und Rumänien. Turteltauben sind die einzigen Langstreckenzieher unter den Taubenarten Mitteleuropas. Sie verlassen zwischen Ende Juli und Anfang Oktober Europa, um südlich der Sahara zu überwintern.

 

Die etwa amselgroßen Vögel mit ihrem farbenfrohen Gefieder ernähren sich fast ausschließlich vegan. Sie bevorzugen Wildkräuter- und Baumsamen, aber auch Samen von Klee, Vogelwicke, Erdrauch und Leimkraut. Diese Pflanzen wollen Landwirte nicht auf ihren Feldern haben. Darum hat sich die Taube seit den 60er Jahren angepasst und ihre Nahrung umgestellt. Der Anteil von Sämereien aus landwirtschaftlichen Kulturen macht nun in weiten Teilen ihres Verbreitungsgebiets mehr als die Hälfte der Nahrung aus statt wie früher nur 20 Prozent. Im Gegensatz zu Wildkrautsamen stehen diese aber nur für kurze Zeit bis zur Ernte zur Verfügung und fehlen während der kritischen Phase der Jungenaufzucht.

 

Die Intensivierung der Landwirtschaft verschlechtert die Lebensbedingungen der Turteltauben enorm – ein Schicksal, das sie mit vielen anderen Jahresvögeln teilt. Die Ausweitung von Anbauflächen geht mit einem Verlust von Brachen, Ackersäumen, Feldgehölzen und Kleingewässern einher. Damit verschwinden Nistplätze sowie Nahrungs- und Trinkstellen. Viele Äcker werden außerdem mit Herbiziden von „Unkraut“ befreit. Doch von genau diesen Ackerwildkräutern ernährt sich die Turteltaube. Außerdem ist chemisch behandeltes Saatgut vergiftete Nahrung für die Tauben. Der NABU kämpft seit Jahren für eine EU-Förderung der Landwirtschaft, die Natur erhält statt sie zu schädigen.

 

Die Turteltaube steht für Glück, Liebe und Frieden. Doch sie ist auch stark bedroht: Seit 1980 sind fast 90 Prozent ihrer Bestände in Deutschland verloren gegangen. Was der kleinen Taube fehlt, sind geeignete Lebensräume wie strukturreiche Wald- und Feldränder. Doch auch durch die illegale und legale Jagd ist sie gefährdet.

 

 

Obwohl die Turteltaube stark gefährdet ist, ist die Jagd in zehn EU-Staaten erlaubt. Jährlich sterben deswegen über 1,4 Millionen Tiere. Das muss sich dringend ändern und wir haben eine Petition gestartet. Helfen Sie uns, unterzeichnen Sie die Petition zum Jagdstopp für Turteltauben und verbreiten Sie die Nachricht.

 

 

Veranstaltungen

Unsere Treffen, Aktionen, Führungen finden Sie unter Termine.

 

Welche Ereignisse gab es kürzlich?

 Hier finden Sie die Antworten und vielleicht haben Sie dann auch Lust, für den Naturschutz aktiv zu werden und beim nächsten Mal bei uns mitzumachen und dabei zu sein.

 

Insektensommer: Zählen was zählt

 

Am 1.6. begaben sich Interessierte der beiden NABU-Gruppen Renningen und Weil der Stadt auf den "Berg" bei Malmsheim. Beim `Berg` handelt es sich um die Verfüllung des ehem. Steinbruchs am Mühlberg.

 

Sabine Holmgeirsson, Fachberaterin für Wildbienen beim NABU, führte die Gruppe über zwei Stunden lang im Rahmen der NABU-Aktion Insektensommer für eine Insektenzählung.

 

Dabei erwähnte sie, dass dieses Frühjahr Futter für Insekten rar ist, da durch die Kälte im Mai das Aufblühen der Wiesenblumen verzögert wurde, aber die erste Wiesenmahd teils schon erfolgte. Die Hitze trug auch dazu bei, dass nicht so viele Insekten beobachtet und gezählt wurden wie erwartet.

 

Aber Langhornmotte, Trauerrosenkäfer, Schenkelkäfer , Bläulinge, Trauerschweber und Wespenbiene, Soldatenkäfer, gelbbindige Furchenbiene, Feldgrille und ein Schwalbenschwanz wurden gesichtet und in die Zählhilfe eingetragen. Online wurden die Ergebnisse dem NABU gemeldet.

 Dazu zählte z.B. die Langhornmotte, deren Männchen besonders lange Fühler besitzen und die ausschließlich auf Acker-Witwenblumen leben. Aber auch Trauerrosenkäfer, Schenkelkäfer (die Männchen haben `Kugeln` an den Hinterbeinen), Bläulinge, Trauerschweber, Wespenbiene (sie ist ein Parasit), Felsenkuckuckshummel, Wiesenschnake und eine Steinhummel wurde gesichtet. Höhepunkt war die Beobachtung eines Schwalbenschwanzes.

Mithilfe einer App des NABUs mit Namen `Insektenwelt`kann man per Fotoerkennung die bunte Vielfalt der Sechsbeiner kennenlernen und auch bestimmen.

Mehr Infos unter: www.insektensommer.de

 

Wir brauchen Ihre Unterstützung!

Wie jeder Verein, lebt auch die Ortsgruppe des NABU nur durch die Mithilfe vieler Aktiver. Je mehr Interessierte mitmachen, desto weniger Zeiteinsatz für den Einzelnen!

Setzen Sie Ihre besonderen Fähigkeiten ein!

Entdecken Sie neue Interessen!

 

Es gibt bei uns viele Aufgaben, auch im Hintergrund, ohne die unsere Ziele nicht zu erreichen wären. Deshalb brauchen wir SIE!

Wo? Das ist auf der Seite "Wo kann man mitmachen"  genauer beschrieben.

Um bei einem unserer Projekte mitzumachen, brauchen Sie keine besonderen Fachkenntnisse, nur Spaß am Engagement und das Ziel, sich aktiv für den Naturschutz einzusetzen und seinen Horizont zu erweitern. Anleitung und Einarbeitung sind selbstverständlich.