Was ist aktuell beim NABU Weil der Stadt?

Themen, die den NABU Weil der Stadt und seine Mitglieder derzeit bewegen.

Wahl zum Vogels des Jahres 2021

Alle Mitglieder können und sollen mitmachen!

Zum 50. Mal wird 2021 eine Vogelart zum Vogel des Jahres gekürt und diesmal kann jeder mitbestimmen. Anlässlich dieses Jubiläums sind alle NABU-Mitglieder aufgerufen, ihren Vogel des Jahres zu wählen. Noch bis zum 15.12. kann man hier seine Stimme für eine der 307 vorgestellten Vogelarten abgeben.

71.000 Stimmen wurden bereits innerhalb von 2 Wochen abgegeben!

Im Januar werden die 10 häufigsten genannten Vögel vorgestellt und aus diesen wird in einem 2. Wahlgang dann von den Mitgliedern der Vogel des Jahres gekürt.

Auf der Seite des NABU findet man weitere Infos.

 

Terminänderung, bitte beachten!

Coronabedingt muss leider der angekündigte Vortrag "Wald und Klimawandel" in Renningen ausfallen!

Biotoppflege am Renninger Berg erfolgreich

Bei schönstem Wetter konnte die diesjährige Biotoppflege am Renninger Berg durchgeführt werden. Vor allem Mäharbeiten standen auf dem Programm.

Der Gras- und Heckenschnitt wurde gleich abgefahren, so dass kein Material auf den gemähten Flächen liegen bleibt und unnötig Stickstoff in den Boden einträgt. So bleibt der Charakter der Magerwiesen und deren Artenvielfalt erhalten.

Die freigelegten Steinriegel haben sich inzwischen zu kleinen Biotopen entwickelt.

So konnten sich 2 Arten der Königskerze ansiedeln und mit ihr ein Nachtfalter, der nur auf der Königskerze vorkommt, der Braune Mönch.

Anlage eines Wildbienen-Lehrgartens

Dass es den Wildbienen und Insekten nicht gut geht, hat sich mittlerweile rumgesprochen. Doch es ist immer wieder die Frage, wie man ihnen helfen kann, wie man ihnen Nist- und Nahrungsmöglichkeiten bieten kann, auf dem Balkon, im eigenen Garten.

Dazu wollen wir, die Wildbienengruppe, einen Lehrpfad anlegen. Mit heimischen Pflanzen und Kräutern, mit verschiedenen Nistmöglichkeiten.

Dazu steht uns eine Fläche zur Verfügung, die natürlich für diesen Zweck zunächst eingerichtet werden muss.

Wer möchte dabei mithelfen und dabei auch etwas über die Bedürfnisse der Wildbienen und Insekten erfahren?

Gibt es Interessierte, die sich gern um  Streuobstbäume kümmern möchten? Wir denken da auch an Familien, die lieber Obst regional und ungespritzt genießen möchten. Kindern macht es immer Spaß, den eigenen Apfelsaft zu pressen und zu genießen. Dabei darf aber auch nicht der Baumschnitt vergessen werden. Dafür würden wir einen Baumschnittkurs im Februar anbieten. 

Weitere Infos auch auf der Seite Wildbienen

Bitte wenden Sie sich an: S. Holmgeirsson, 01573-114 3021

 

Wir brauchen Ihre Unterstützung!

Wie jeder Verein, lebt auch die Ortsgruppe des NABU nur durch die Mithilfe vieler Aktiver.

Je mehr Interessierte mitmachen, desto weniger Zeiteinsatz für den Einzelnen!

Setzen Sie Ihre besonderen Fähigkeiten ein!

Entdecken Sie neue Interessen!

 

Es gibt bei uns viele Aufgaben, auch im Hintergrund, ohne die unsere Ziele nicht zu erreichen wären. Deshalb brauchen wir SIE!

Wo? Das ist auf der Seite "Wo kann man mitmachen"  genauer beschrieben.

Um bei einem unserer Projekte mitzumachen, brauchen Sie keine besonderen Fachkenntnisse, nur Spaß am Engagement und das Ziel, sich aktiv für den Naturschutz einzusetzen und seinen Horizont zu erweitern. Anleitung und Einarbeitung sind selbstverständlich.

 

Der Vogel des Jahres: die Turteltaube

 

Foto: NABU Gerhard Kettenring

 

Die Turteltaube ist der erste vom NABU gekürte Vogel, der als global gefährdete Art auf der weltweiten Roten Liste steht. Heute brüten bei uns nur noch 12.500 bis 22.000 Paare. Die meisten der höchstens 5,9 Millionen Paare Europas leben in Spanien, Frankreich, Italien und Rumänien. Turteltauben sind die einzigen Langstreckenzieher unter den Taubenarten Mitteleuropas. Sie verlassen zwischen Ende Juli und Anfang Oktober Europa, um südlich der Sahara zu überwintern.

 

Die etwa amselgroßen Vögel mit ihrem farbenfrohen Gefieder ernähren sich fast ausschließlich vegan. Sie bevorzugen Wildkräuter- und Baumsamen, aber auch Samen von Klee, Vogelwicke, Erdrauch und Leimkraut. Diese Pflanzen wollen Landwirte nicht auf ihren Feldern haben. Darum hat sich die Taube seit den 60er Jahren angepasst und ihre Nahrung umgestellt. Der Anteil von Sämereien aus landwirtschaftlichen Kulturen macht nun in weiten Teilen ihres Verbreitungsgebiets mehr als die Hälfte der Nahrung aus statt wie früher nur 20 Prozent. Im Gegensatz zu Wildkrautsamen stehen diese aber nur für kurze Zeit bis zur Ernte zur Verfügung und fehlen während der kritischen Phase der Jungenaufzucht.

 

Die Intensivierung der Landwirtschaft verschlechtert die Lebensbedingungen der Turteltauben enorm – ein Schicksal, das sie mit vielen anderen Jahresvögeln teilt. Die Ausweitung von Anbauflächen geht mit einem Verlust von Brachen, Ackersäumen, Feldgehölzen und Kleingewässern einher. Damit verschwinden Nistplätze sowie Nahrungs- und Trinkstellen. Viele Äcker werden außerdem mit Herbiziden von „Unkraut“ befreit. Doch von genau diesen Ackerwildkräutern ernährt sich die Turteltaube. Außerdem ist chemisch behandeltes Saatgut vergiftete Nahrung für die Tauben. Der NABU kämpft seit Jahren für eine EU-Förderung der Landwirtschaft, die Natur erhält statt sie zu schädigen.

 

Die Turteltaube steht für Glück, Liebe und Frieden. Doch sie ist auch stark bedroht: Seit 1980 sind fast 90 Prozent ihrer Bestände in Deutschland verloren gegangen. Was der kleinen Taube fehlt, sind geeignete Lebensräume wie strukturreiche Wald- und Feldränder. Doch auch durch die illegale und legale Jagd ist sie gefährdet.

 

 

Obwohl die Turteltaube stark gefährdet ist, ist die Jagd in zehn EU-Staaten erlaubt. Jährlich sterben deswegen über 1,4 Millionen Tiere. Das muss sich dringend ändern und wir haben eine Petition gestartet. Helfen Sie uns, unterzeichnen Sie die Petition zum Jagdstopp für Turteltauben und verbreiten Sie die Nachricht.

 

Nicht mehr im Nest – aber nicht verlassen

Noch ein Appell: bitte nehmen Sie keine Jungvögel, die scheinbar verlassen am Boden sitzen auf und mit nach Hause!

Der NABU bittet Spaziergängerinnen und Spaziergänger, vermeintlich hilflose Jungvögel nicht mitzunehmen. Denn meist hat man es nicht mit verlassenen, verletzten oder geschwächten Tieren zu tun, sondern mit gesunden Vogelkindern, die auch außerhalb des Nests von den Altvögeln versorgt werden. Nimmt man sie mit, trennt man sie von ihren Eltern. Die Aufzucht dieser Nestflüchter oder Ästlinge von Menschenhand ist nur selten langfristig erfolgreich, denn es gilt den Vogelnachwuchs nicht nur zu füttern, sondern auch zu prägen und zu ‚erziehen‘ – und das kann kein Mensch so wie die Vogeleltern. In akuten Gefahrensituationen kann man Jungvögel einige Meter weit umsetzen, etwa von der Straße in den Grünstreifen daneben.

 

Viele Vogelarten verlassen ihr Nest bereits bevor sie fliegen können, wie einige Singvogelarten, Greifvögel und Eulen. Im Siedlungsbereich findet man häufig bräunlich gefleckte Jungamseln, die etwa eine Woche vor dem Flüggewerden der Enge des Nestes entfliehen. Sie geben sogenannte „Standortlaute“ von sich, damit die Elternvögel wissen, wo ein hungriger Schnabel auf Fütterung wartet. Dieses Piepsen interpretieren wir Menschen oft fälschlicherweise als Hilferuf an uns.

Hilfe für verletzte Tiere finden Sie auf unserer Seite "Wir über uns"

 

Veranstaltungen

Unsere Treffen, Aktionen, Führungen finden Sie unter Termine.

 

Welche Ereignisse gab es kürzlich?

 Hier finden Sie die Antworten und vielleicht haben Sie dann auch Lust, für den Naturschutz aktiv zu werden und beim nächsten Mal bei uns mitzumachen und dabei zu sein.

 

Großer Andrang beim Filmabend                              "Das Wunder von Mals"

Die NABU-Gruppen aus Leonberg, Weil der Stadt und Renningen-Malmsheim zeigten am 31.01. den Film in der „Kulisse“ in Weil der Stadt, einem kleinen Kinosaal mit Bewirtung im Industriegebiet (Daimlerstr. 4). Es wurde ein voller Erfolg, bereits eine Viertelstunde vor Beginn war der Kinosaal bis auf den letzten Platz besetzt. Kurz vor dem Beginn Kommende gingen wieder, weil nur noch Stehplätze zur Verfügung standen.

 

Der Eintritt war frei, aber es wurde von den rund 100 Anwesenden fleißig gespendet. Vielen Dank dafür!!!

 

Nach der Begrüßung durch Inge Bücker vom NABU Renningen und Sabine Holmgeirsson vom NABU Weil der Stadt folgte der Film von Alexander Schiebel. Es geht um das kleine Dorf Mals in Südtirol im Oberen Vinschgau, das droht von Apfelplantagen umzingelt zu werden. 76 % der Einwohner/innen (das sind 2.377 Stimmen) haben bei einer Volksabstimmung entschieden, dass auf Gemeindegebiet das Ausbringen von Pestiziden verboten wird. Es wurde Erschreckendes geschildert, z.B. die Abdrift der wöchentlichen Ausbringung der Pestizide, oder die Anzahl der festgestellten Wirkstoffe auf Spielplätzen.

 

Doch abgeschlossen ist das Verfahren damit nicht, es laufen noch immer Prozesse und Untersuchungen.

 

Johannes Enssle folgte unserer Einladung und beehrte uns mit seinem Besuch und einem Bericht über das Eckpunktepapier zum Schutz der Insekten in Baden-Württemberg. Eine kurze Diskussion und eine kleine gemütliche Runde beschlossen den Abend.

 

Ein Wiederholungstermin ist für 2021 geplant!

 

Wir NABU-Gruppen haben beschlossen, dass wir den Spendenüberschuss nicht für unsere Gruppen verwenden, sondern nach Abzug unserer Unkosten spenden.

 

Zum einen an den „Malser Weg“ (der-malser-weg.com), der Vereinigung, die die Volksabstimmung initiiert hat. Denn die, vom Gemeinderat Mals 2015 erlassene „Verordnung über die Ausbringung von Pestiziden im Gemeindegebiet“, ist am 9.10.19 für unzulässig erklärt worden. Die Gemeinde Mals und der „Malser Weg“ gehen nun in die nächste Instanz in Rom.

 

Zum anderen an den Filmautor Alexander Schiebl (alexanderschiebl.com), der durch den Film zunächst berufliche Nachteile hinzunehmen hatte und der nun ebenfalls angeklagt wurde. Angeblich fühlen sich über 1600 Landwirte durch seine Aussage: „jene Personen, die Glyphosat ausbringen, lösen vermeidbare Todesfälle aus“, verletzt.

Außerdem angeklagt wurde auch Karl Bär, Pestizidexperte beim Umweltinstitut München, das Studien durchführte und die Öffentlichkeit informierte.

 

Die Prozesse werden recht kostspielig und deshalb wird um Unterstützung geworben, auch für die weitere Auswertung der Spielplatzstudie.

 

 

Mysteriöses Meisensterben in Baden-Württemberg angekommen

Beim NABU mehren sich Meldungen besorgter Vogelfreundinnen und -freunde über tote Singvögel. Besonders Blaumeisen sind derzeit von einer noch unbekannten Krankheit betroffen. Erkrankte Tiere sind apathisch und sitzen aufgeplustert auf dem Boden.

Auf Hygiene bei der Vogelfütterung ist dringend zu achten!

Mehr Infos auf der Seite des Landesverbands.

Mittlerweile ist die Ursache gefunden, ein Virus, das eine Lungenentzündung auslöst.

 

Volksbegehren Artenschutz abgewendet

 

Das Volksbegehren Artenschutz von ProBiene wird nicht weiter aktiv beworden.

Die Landesregierung hat am 14.10.19 ein Eckpunktepapier vorgestellt, das ausformuliert wurde und am 18.12.19 vom Trägerkreis und allen beteiligten Verbänden, auch dem Landesbauernverband, angenommen wurde.

 

Es wurden in manchen Punkten Kompromisse geschlossen, andere, weitere wichtige Punkte kamen dazu, so dass das Eckpunktepapier teils sogar weitrechender ist, als es das Volksbegehren war. Auf der Seite des NABU Landesverbandes gibt es eine Zusammenfassung und den Link zum Gesetzestext.

Dazu die Erklärung unseres Landesvorsitzenden Johannes Enssle.