Weil der Stadt erblüht

Die fortschreitende Intensivierung in der Landwirtschaft, sowie umfangreicher Siedlungs- und Straßenbau führen zu einer schleichenden Veränderung unserer Kulturlandschaft. Leider ist es auch Trend, Gärten „pflegeleicht“ zu gestalten mit Steinen und Bambus, Buchs und Koniferen. Die Folgen für Blüten besuchende Insekten, wie z.B. Honig- und Wildbienen oder Schmetterlinge sind gravierend, denn Nahrungsgrundlagen gehen verloren und der Lebensraum wird knapp. Immer wieder herrscht in den zunehmend trockenen Sommern große Futternot!

 

Die NABU - Gruppe hat sich in Weil der Stadt umgesehen und Flächen ausgesucht, die sich sehr gut als Blühflächen eignen würden.

Wer nun nach Weil der Stadt kommt, sieht sie gleich am Ortseingang, z.B. in der Leonberger Straße, die Blühflächen, die von der Stadt angelegt wurden. In diesem Jahr ist die Mischung erfolgreich aufgegangen und Bienen, Wildbienen und andere Insekten tummeln sich auf den Blüten. In Absprache mit der NABU-Gruppe Weil der Stadt wurden die Flächen vorbereitet und eingesät. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, die Fotos sprechen für sich. Die Mischung ist ideal, trennt sie doch die Futterkonkurrenten. Auf den Korbblütlern sind überwiegend Wildbienen, wie Furchen- und Schmalbienen, und Hummeln auf Nektar- und Pollensuche. Auf den Kornblumen, die eigentlich eher eine Zierart sind, tummeln sich die Honigbienen in großer Zahl. Wilde Karde, die ebenfalls an der Leonberger Straße steht, zieht die Hummeln magisch an. So ist für alle gesorgt.

 

Der NABU begrüßt und unterstützt solche Aktionen, denn diese Blühflächen sind nicht nur für uns Menschen ein schöner Hingucker, sondern die Vielfalt bietet auch vielen verschiedenen Insekten Lebensraum und Futter. Das ist in Zeiten, wo viel vom Insektensterben die Rede ist, äußerst wichtig.

 

Deshalb Danke an die Verantwortlichen und die Mitarbeiter des Bauhofes für die Mühe und Geduld, die bei den Flächen auch aufzubringen war.

 

 

Sabine Holmgeirsson

Kommunikation