5 Jungstörche beringt und 2 besendert!

Seit dem 17.5. waren wir uns sicher, dass sogar 5 Störche im Nest sind. Das ist die Höchstzahl an Jungen, die erreicht werden kann. Bei der Menge sieht man selten alle Köpfe, da einer den anderen verdeckt und der Kleinste auch nicht gerade auffällt.  

Vom Klösterle aus sieht man sie jetzt recht gut, vor allem beim Füttern und Wasser geben.

Am 22.5. fand die Beringung statt und zu unserer Überraschung bekamen 2 Störche auch Sender ans Bein. Diese Technologie ist neu  und wir sind stolz, dass wir 2 der 80 Sender in Ba.-Wü. bekommen haben. Über die App "Animal Tracker" wird man "Tip" und "Top" verfolgen können und wir hoffen, dass sie auch tip top und fit das Nest verlassen werden.

Die Jungen waren jetzt gerade 4 Wochen alt und das Gewicht variierte sehr. Der Größte wog schon 2,3 kg, der Kleinste nur 900 gr. Sollte es durch anhaltende Trockenheit zu Futtermangel kommen, wird er es sehr wahrscheinlich nicht überleben. Wenn die Bedingungen aber passen, hat auch er gute Chancen, etwas später als die anderen das Nest zu verlassen.

Leon umkreiste die ganze Zeit über das Nest und kaum war die Arbeitsbühne wieder unten, landete er auch schon im Nest und schaute nach seinen Kleinen.

Etwas später kam Heidi mit Futter und holte auch Wasser zum Trinken.

Am 12.6. führen wir bei schönem Wetter ab 17 Uhr am Klösterle den Storchennachmittag durch. Da hat jeder die Gelegenheit, mit optischer Technik noch mehr Einblick ins Nest zu bekommen.

In der Galerie Fotos von der Beringung und Versorgung der Kleinen von Stefan Bosch, Harald Freiwald und Sabine Holmgeirsson

Am 8.5. sind 4 Junge zu sehen!

Ab dem 21.4. sind die Jungstörche innerhalb weniger Tage geschlüpft.

Nun kann man sie vom Platz am Klösterle auch ab und zu sehen, es sind wieder mind. 4 Junge! Es ist noch nicht ganz sicher, ob sich da nicht noch ein kleines 5. Störchlein versteckt.

Die Jungen sind nun 2 Wochen alt und recken schon eifrig die Köpfchen, wenn es Futter gibt. Dieses wird von den Alten allerdings aus dem Kropf auf den Nestboden fallen gelassen und vom ersten Tag an  müssen die Jungen es selbständig aufnehmen. Viel        Foto: NABU/S. Holmgeirsson, am 8.5.                                                 Zeit bleibt ihnen dafür nicht, denn nach

                                                                                                                              kurzer Zeit fressen die Alten die Reste auf und halten so das Nest blitzsauber. Auch die Kotballen der Jungen vertilgen die Alten. 

Mit einem Fernglas kann man sie sehr gut beobachten. Da sieht man auch schon mal, wie die Jungen die Köpfe nach hinten nehmen und mit dem kurzen Schnabel „klappern“

In 2 Wochen bekommen die Jungen ihren "Ausweise", die Ringe. Dieses Jahr am rechten Bein, denn in geraden Jahren werden die Ringe rechts angebracht, in ungeraden Jahren am linken Bein. 

Mit Rücksicht auf die Jungen erledigen wir das diesmal im kleinen Kreis, nachdem letztes Jahr sehr viele Interessierte dabei waren und sich um die Tische drängelten.

Wir bitten um Verständnis!

Leon am 6.2. wieder im Nest, Heidi 10 Tage später

Seit dem 6.2. nachmittags ist das Storchennest wieder besetzt!

Leon kehrte zurück und wir sind sehr erleichtert. Denn über Winter grassierte in Spanien die Vogelgrippe, die vielen Störchen das Leben kostete. 

Würde Leon nicht zurückkehren, wäre eine Brut in diesem Nest fraglich. Das Weibchen würde zwar zurückkommen, aber sich dann woanders einen Partner suchen und das Nest bliebe unbesetzt. 

Leon ist der Hausherr! Bei einem Verlust  müsste sich erstmal ein Nachfolger finden.

Foto: S. Holmgeirsson

Seit dem 20.3. wird nun gebrütet, nachdem vorher schon immer mal ein Storch im Nest saß und wir dachten, dass es losging. Probesitzen? 

Ab dem 21.4. werden die Jungen schlüpfen und etwa 2 Wochen später werden wir die Köpfchen sehen können.

Immer wieder kam mal ein dritter Storch vorbei, machte aber keine Versuche, im Nest zu landen. Er wurde auch jedes mal vom nichtbrütenden Storch vertrieben. 

Wäre der fremde Storch hartnäckiger gewesen, könnte er durchaus das Brutgeschäft derart stören, dass die Störche das Brüten dann aufgeben. Sie stehen dann unter Dauerstress.

Ein anderer Storch interessierte sich anscheinend für das Nest in Merklingen, wurde dort aber auch von Heidi vertrieben.

Foto: L. Holmgeirsson